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Rosa gallica
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Auch Gallische Rose, Essigrose oder Provins-Rose (fälschlicherweise, denn Provins nahe Paris wird oft mit der kultivierten Form R. gallica officinalis in Zusammenhang gebracht) genannt. Die wilde Urform dieser ältesten Gartenrosen ist in Mittel- und Südeuropa sowie in Kleinasien heimisch. Die R. gallica gilt als erste kultivierte Rose der westlichen Welt. Die Kronblätter duften noch in getrocknetem Zustand, so daß sie eine wichtige Rolle in der Kosmetik spielt. Auch wird sie in der Pharmaindustrie, in der Küche und als Symbol für Religion und Nationalität benutzt.

Gallica-Rosen blühen nur einmal in der Saison, dafür aber überreich. Sie ist winterhart, verträgt Trockenheit und verbreitet sich gerne durch Ausläufer. Die Sträucher tragen weit geöffnete Blüten in satte, dunkle, karminrote bis purpur-violette Töne. Sie hat kräftig dunkelgrünes und etwas derb-ledriges Laub. Sie wachsen kompakt mit elegant überhängenden Zweigen und werden kaum höher als 1,20 m, sind also ideal für kleine Gärten.

Rosa alba
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Die Weiße Rose entstand vermutlich in Südosteuropa als natürliche Kreuzung. Weiße Rosen werden mit Reinheit, Unschuld und mit Geheimnis assoziiert. Laut Dante stellt die weiße Rose die Himmelsstadt im Paradies dar, "Schicht für Schicht ihre Kronblätter entfaltend". Botticelli wählte weiße Rosen und rosaweiße Rosen, um die Nacktheit seiner dem Meer entsteigenden Venus zu bekleiden.

Die zarten Weiß- und Rosatöne der stark duftenden Blüten, zusammen mit dem graugrünen Laub, wirken sehr romantisch und zurückhaltend. Daher harmonieren die pflegeleichten Sträucher sehr gut mit Stauden und Ziergehölzen. Es gibt dicht gefüllte, aber auch viele nur halbgefüllte Sorten die im Sommer nur einmal blühen.

Sie wachsen meist buschig, die Höheren (3m) haben dann meist malerische überhängende Triebe. Die Alba-Rosen sind sehr Winterhart, gedeihen noch in kalten höheren Lagen, sowie im Halbschatten.

Rosa damascena
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Es gibt zwei Typen: Die sommerblühende Damaszener-Rose und die Herbst-Damaszener-Rose mit zwei Blühperioden im Sommer und im Herbst. Man vermutet ihren Ursprung in der Nähe der syrischen Hauptstadt, Damaskus. Schon 1000 v. Chr. war sie auf der griechischen Insel Samos bekannt, und wahrscheinlich noch einmal 1000 Jahre früher in Persien. Mit den Kreuzzügen kamen sie dann nach Europa.

Die gefüllten Blüten sitzen in großen Büscheln und verströmen einen starken Duft. Die Blütenstiele biegen sich leicht, daher lassen sie die Köpfe etwas nicken. Das Farbspektrum reicht vom klaren Weiß bis Rosa, Purpurtöne gibt es kaum in dieser Klasse. Ihre blaßgrünen, flaumig behaarten Blätter sind ebenfalls dekorativ.

Rosa centifolia
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Zu Ihren Ahnen gehören unter anderem Rosa gallica, Rosa damascena und R. moschata. Da ihre Schönheit so oft auf Bildern festgehalten wurde, hat sie den Kosenamen "Rose des Peintres" erhalten. Die Briten gaben ihr den eher nüchternen Namen "Cabbage Rose", also "Kohlrose". Volkstümlich wird sie auch "Provence Rose" genannt. Centifolia bedeutet "100 Blätter" und bezieht sich auf die vielen Kronblätter. Vermutlich wurde sie um 1580 in den Niederlanden gezogen. Sie duftet wunderbar, und in Südfrankreich wird sie zur Herstellung von Parfüm verwendet.

Zentifolien haben mattgrünes Laub und haben üppig gefüllte Blütenbälle. Ihr Wuchs wirkt locker, offen und etwas auseinander fallend. Es empfiehlt sich, bei einigen Sorten, das Aufbinden von überhängenden Trieben. Sie sind winterhart aber leider anfällig für Mehltau. Sie gedeihen am schönsten bei starker Sonneneinstrahlung und guter Düngung.

Rosa muscosa
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Die Moosrose, R. x centifolia muscosa, ist eine wunderschöne Variation der Zentifolie, deren Name von dem weichen moosartigen Belag herrührt, der Triebe, Knospen und Blütenkelch bedeckt. Dieses grüne, bräunliche oder rötliche "Moos" verströmt einen harzigen Duft. Viele Sorten entstanden zwischen 1850 und 1870.

Manche Sorten haben kleine, einfache Blüten, und manche prunkvolle Zentifolienbälle. Es gibt schwachwüchsige Sorten, die für Kübel geeignet sind, so wie sehr starkwüchsige Sorten.

Chinarosen
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Bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. Gelang es den chinesischen Gartenbauern, die ersten Neuheiten ihrer Anstrengungen vorzustellen; die Kultivierung von Pflanzen soll unter Kaiser Chin-Nun (2737 - 2697 v. Chr.) begonnen haben. Auch Konfuzius (551-479 v Chr.) hatte Rosen im kaiserlichen Garten erwähnt, doch die erste Legende von einer kultivierten Rose stammt aus der Zeit des Kaisers Wu Di, einem der mächtigsten Herrscher Chinas, der 86 v. Chr. Starb. Er bewog sein Konkubine, eine beliebte Rose anzusehen, und vergliche deren Schönheit mit ihrem Lächeln. Die Rose in der Legende wurde später "Mai Xiao" genannt, was so viel heißt wie "ein Lächeln kaufen".

Eine wichtige Quelle für China-Rosen, die auf den Handelswegen verschifft wurden, war die Gärtnerei Fa Tee (Blühendes Land). Sie lag an der Mündung des Perlflusses und war leicht von Macao aus zu erreichen, wo die Beauftragten der East India Company wohnten. Unter den Pflanzen der Gärtnerei befanden sich auch Rosen, die in Gefäßen gekauft oder in speziell für sie entworfenen Behältern transportiert werden konnten. John Livingstone von der East India Company ordnete an, sie in bessere Erde umzupflanzen und in Macao zu ziehen, damit sie optimal für die nächste Reiseetappe gewappnet waren, die sie über Kalkutta nach England bringen sollte.

John Reeves war als Teekontrolleur für die Company tätig, aber auch ein ambitionierter Pflanzenkenner und ließ zwischen 1812 und 1831 von chinesischen Künstlern zahlreiche Illustrationen anfertigen, die die Rosen in der Region von Guangzhou gut wiedergeben.

Chinarosen bereichern unser Sortiment indem sie mehrmals in der Saison blühen. Außerdem brachten sie als Erste die wirklich rein rote Blütenfarbe mit. Die Sorten dieser Klasse bleiben im Wuchs relativ niedrig, und bilden zarte, zierliche Zweige. Ihre geringe Winterhärte so wie erhöhte Krankheitsanfälligkeit werden in Kauf genommen. Es gibt einige Formen die auch für unser Klima hart genug sind.

Quelle: "Rosen" von Peter Harkness

Rosa borbonica
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Die Geschichte der Bourbon Rosen ist nicht so einfach zurückzuverfolgen. Es werden immer noch Spekulationen darüber angestellt, ob es sich dabei wirklich um "Rose Edouard" handelt. Laut einer Quelle wurde sie nach dem Bauern und Landbesitzer Edouard Perichon benannt, der in St. Benoit auf Reunion, der früheren Ile Bourbon, lebte. Er pflanzte eine Rosenhecke als Feldbegrenzung und benutzte dazu zwei bekannte Sorten: die China-Rose "Parsons' Pink" (auch "Old Blush" genannt) sowie eine rosarote Form von "Autumn Damask", vermutlich "Tous les Mois". Eine Pflanze unterschied sich von den anderen und er pflanzte sie in seinen Garten um. 1818 erhielt sie seinen Namen.

Nach einer anderen Version soll Jean-Nicolas Breon, ein französischer Regierungsbeauftragter und Pflanzenexperte, die "Rose Edouard" entdeckt haben. Breon schickte Stecklinge und Samen nach Frankreich. Stecklinge kamen an den Pariser Züchter, Joseph Neumann, der die Rose 1821 als "Rose Neumann" und "Rose Dubreuil" vorstellte. Die Samen erhielt Antoine Jacques 1819 unter dem Namen "Rosier de la Ile Bourbon". Die Sämlinge unterschieden sich alle untereinander. Und noch eine Version belegt dass die "Rose Edouard" schon in Indien existierte bevor die Franzosen nach La Reunion kamen.

Das Ergebnis ist ein breites Sortiment meist dauerblühender mit Höhepunkt im September, robuster Strauch-oder Kletterrosen. Die Wuchseigenschaften variieren stark; viele wachsen schlank aufrecht und bilden kräftige, lange Triebe; es gibt aber auch niedrige, kleine Beetrosen. Ebenso unterschiedlich zeigen sich Sorten in Winterhärte und Pilzanfälligkeit.

Quelle: "Rosen" von Peter Harkness

Remontantrosen
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Fast alle wichtigen Rosengruppen haben sich bei der Entwicklung der öfterblühenden Remontantrosen beteiligt. Die "Hybrid Perpetuals", wie sie im englischen genannt werden, schaffen dabei einen fließenden übergang von den einmalblühenden alten und den beinahe dauerblühenden modernen Sorten. Viele haben einen kräftigen, stämmigen, mitunter überhängenden Wuchs, andere aber gleichen stark den heutigen Teehybriden. Ihre großen, stark gefüllten Blütenbälle und den bezaubernden Duft haben sie allerdings alle behalten.

Rosa moschata
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Moschata-Rosen bzw. -Hybriden gehören schon ins 20. Jahrhundert. Die Ursprungssorte "Trier" wurde von Peter Lambert aus Trier aus einer Multiflora-Rambler-Rose gezogen, die eine gelbe Noisette-Rose in ihrem Stammbaum hat. Der britische Geistliche Reverend Joseph Pemberton bemerkte ihren unverwechselbaren Charme und benutzte sie zwischen 1910 und 1930 für eine Serie bemerkenswert dekorativer Sträucher mit Rispenblüten, die als Moschus-Hybriden bekannt geworden sind. Vor allem die gefüllt blühenden Sorten haben einen intensiven Duft welches auf die Moschus-Rose zurückgeht.

Moschata-Hybriden bilden große Sträucher mit langen, überhängenden Zweigen, die sich hervorragend zum überwallen kleiner Mauern eignen. Sie blühen in Büscheln unermüdlich von Mitte Juli bis zum ersten Frost. Ein starker Schnitt tut ihnen gut. Zarte Pastelltöne dominieren.

Rosa rugosa
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Nur wenige Rosen machen Gärtnern so viel Freude wie R. rugosa, die auch Kartoffel-Rose genannt wird. Ihre ursprüngliche Heimat sind offene küstennahe Plätze in China, Korea, Sibirien, und Japan, wo sie sich durch Ausläufer verbreitet und mit hübschen Blättern bedeckt. Diese sind stark gefaltet - woher auch ihr lateinischer Name herkommt - und mit feinen Haaren überzogen, die die Pflanzen vor Pilzsporen schützen.

Es gibt mauverosa, weiße, und violette Formen. Im Frühsommer öffnen sich die ersten der nach Nelken duftenden Blüten und präsentieren cremegelbe Staubblätter. Früher hat man die Kronblätter mit Kampfer und Moschuskraut gemischt und zum Parfümieren verwendet. Die Kartoffel-Rose ist die einzige Rosenart, bei der man aufgrund der langen Blüte Hagebutten und Blüten gleichzeitig sehen kann.

Quelle: "Rosen" von Peter Harkness


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